Der neue Bundestag Internetauftritt (Teil 3)

Der neue Bundestag Internetauftritt (Teil 3)

Wie ich bereits im Teil Zwei der Serie „Der neue Bundestag Internetauftritt“ bemerkte, ist die Ladezeit für User mit mäßiger Internetanbindung äußerst lang. Als Grund nannte ich unter Anderem das außergewöhnlich hohe Seitengewicht (in kb).

Ich wurde unterdessen von einem Freund gefragt, was ich denn in solch einem Fall tun würde. Und meine erste Idee war: Überprüfen, ob die Grafiken optimiert werden können.

Das einfachste Mittel für eine solche Schnellüberprüfung lieferte mir das Browserplugin „YSlow“, welches für jeden Webseitenentwickler heutzutage ein „MUSS“ sein sollte. Integriert in YSlow befindet sich ein Service der sich „Smush.it“ nennt und Grafiken auf Optimierbarkeit OHNE Qualitätsverlust überprüft.

Genau diese Überprüfung habe ich mit der Webseite (www.bundestag.de) einmal durchgeführt.
Siehe da: Über 500 Kb lassen sich so einfachst optimieren.

Den Bildern sieht man keinen Qualtätsverlust an – der User wird es allerdings an der deutlich verbesserten Ladezeit dennoch bemerken.

Yahoo_smush_it

49% an Daten gespart ! in Downloadzeit für einen Modem-User bedeutet das eine maximale Beschleunigung der Ladezeit von ca. 68 Sekunden.

Komprimiert man nun noch Javascript (derzeit 275 kb) und CSS Dateien (derzeit 147 kb), dann könnte die Webseite rasch nur noch halb so groß sein wie bisher und faktisch doppelt so schnell laden wie derzeit.

Ich wiederhole deshalb die alte Leier gerne:

  • Strom sparen
  • Server entlasten
  • Datenleitungen und Transferleistungen entlasten

Insgesamt also Unsummen an Geldern (Steuerzahler ?)  sparen.

Die Energieleistung, die für das Hosting der Datenmenge, den Transport der Datenmenge und den Abruf der Datenmenge verwendet wird könnte ohne weiteres eine 100Watt Glühlampe (zwinker zwinker) für eine längere Zeit zum Glühen bringen.

3 thoughts on “Der neue Bundestag Internetauftritt (Teil 3)

  1. Jörg Dennis Krüger

    Super Tipp! Das Tool kann ja noch deutlich mehr, als nur die Bildgröße beurteilen. Generell ist YSlow ein absolutes Muss, wenn man Websites aufbaut – schade, dass vor allem viele große Agenturen so gar nicht auf diese Themen achten.

  2. Daniel E.

    Hmm, schon richtig soweit. Aber warum bei den Bildern anfangen? Viel einfacher wäre es direkt alle CSS und JS in je eine Datei zusammen zu legen, zu minimieren und zu packen. Das geht mit ein paar einfachen Deploy-Skripten und den richtigen Wekzeugen (Juicer, JsLint, YUICompressor, Rhino) einfach, schnell und sicher. Da es immer noch Browser gibt, die sich strikt weigern mehr als 2 Verbindungen zu einer Domain zu öffnen ;-), hätte ich auch darüber nachgedacht, die statischen Inhalte wie JS und CSS unter eine static.bundestag.de und alle Bilder unter img.bundestag.de verfügbar zu machen. Das vereinfacht auch noch zusätzlich den Einsatz eines CDN.

    Just my 2 cents.

    daniel

  3. JUICEDaniel

    Coole Überlegung… sollte mal anständig publik gemacht werden. Leider dauert es immer so lange, bis innovative Technologien auch bei großen Seiten Einzug erhalten.

    Ein Problem aber mit Smush.it und WordPress: Bei mir will es schlichtweg nicht laufen – schade.

    Und: Man gibt die Daten aus der Hand, das wäre sicher ein Grund, wieso bundestag.de wenn, dann nur interne/eigene Lösungen benutzen würde. Was ich aus Sicherheitsgründen auch befürworten würde (die andere Seite der Medaille).

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