Gute Performance hilft sparen!

Gute Performance hilft sparen!

Green IT ist heute mehr als nur ein Schlagwort. Die Bitkom veröffentlicht einen ganzen Maßnahmenkatalog, wie z. B. schon beim Betrieb von Webservern Strom gespart werden kann.
Das Thema bekam einen besonderen Push, als verschiedene Forscher berechneten, dass eine Suche bei Google insgesamt so viel Energie kostet wie eine Energiesparlampe, die eine halbe Stunde leuchtet oder das eine Auktion bei eBay 18 Gramm CO2 Ausstoß entspräche.

Auf der CeBit wurde GreenIT thematisiert (1) (2) und selbst das renommierte Analystenhaus Gartner errechnet wieviel mit effizienten Power Management bei PCs/Notebooks in Unternehmen gespart werden kann.

Leider beschäftigen sich die meisten Studien und Publikationen damit, wie beim Hosting oder mit PCs selber Strom gespart werden kann. Die wenigsten Veröffentlichungen behandeln die Möglichkeit mit der eigenen Webseite Strom zu sparen und auch noch einen Vorteil daraus zu schlagen.

Im Grunde genommen geht das ganz einfach: Durch die Reduzierung der zu übertragenden Daten !

Betrachtet man nämlich, dass Strom nicht nur bei Hosting verbraucht wird sondern auch an den vielen PCs der Informationsempfänger und der Informationsübermittler, dann ist es ein leichtes sich auszurechnen, dass je weniger Informationen transportiert werden auch weniger Strom benötigt wird.

Nehmen wir als Beispiel einmal eine 400 kb große Standardwebseite sagen wir die Startseite. Ein Modembenutzer wartet bis diese fertig in seinem Browser geladen ist genau 50 Sekunden – bei optimaler Datenübertragung. Würde die Webseite nur um 80 kb verkleinert werden reduziert sich die Übertragungsdauer schon um 10 Sekunden. Bei allein 6 Modemverwendern wäre schon eine Minute Rechnerleistung gespart – bei allen Parteien wohlgemerkt. D. h. Server, Loadbalancer, Router, Main Carrierer, Lokaler Internet Service Provider, Modem, Eigener Rechner. Das wären (bei nur 2 Datentransporteuren in der Mitte) schon 7 Minuten Strom gespart.

Die Rechnung ist leicht. Wieviele Zugriffe hat ihre Webseite ? 11% ca. sind Modem User. Wie groß ist Ihre Webseite ?

Ein weiterer Vorteil ergibt sich: Ihre Webseite erscheint deutlich schneller auf dem PC des User und steigert seine Zufriedenheit – es könnte also durchaus sein, dass er weiter klickt.

Aber wie bekommt man die Webseite nur 80 Kb kleiner ? Auch das ist in der Regel nicht so schwer.

Ökologisch und ökonomisch denken dann ergibt sich vieles schon von selber

  • Denken Sie an die Modembenutzer und an User mit geringer Bandbreite (Mobiltelefon, 356kbit/s DSL) !
  • Brauchen Sie wirklich alles, was auf der Startseite eingebunden ist schon auf der Startseite ?
  • Welchen Zweck erfüllt die Animation auf der Startseite (Flash oder animiertes GIF) ?

Es ist zu beobachten, dass heute mit den vorhandenen (oder angenommen vorhandenen) Ressourcen nicht wirklich pfleglich umgegangen wird. Auf den Startseiten sind häufig schon Javascripte eingebunden, die (wenn überhaupt) erst auf tieferen Hierarchieebenen benötigt werden. Die Bibliotheken (Jquery, prototype) werden nicht überarbeitet auf die tatsächlich benötigten Funktionen – das würde ja Arbeit machen. Grafiken und Flash Dateien sind nicht Ladezeit optimiert. Die Startseiten sind Informationsüberlastet.

Reduziert man hier auch nur ein bisschen kann viel gewonnen werden.

Ein ganz besonderes Negativbeispiel wie falsch verstanden „Green IT“ wird bietet hier Sony mit seinem „Eco“ Bereich. Die Webseite soll zeigen, wie wichtig bei Sony der Umweltschutz eingestuft wird. Leider ist das Gewicht der Seite mit 3 Mb deutlich überbelastet. Vielleicht sollte das eingebundene Video erst geladen werden, wenn sich ein User dieses wirklich ansehen will und nicht auf Verdacht schon geladen werden. Green IT funktioniert anders – und kostet weniger.

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